Joseph

2002


Joseph ist der zweitjüngste Sohn von Rachel und Jakob. Von seinen elf Brüdern wird der Schafhirte beneidet, denn er ist der Liebling seines Vaters. Die Eifersucht der Brüder wächst, als Jakob Joseph einen wunderschönen Mantel schenkt – ein prächtiges Kleidungsstück, wie es eigentlich nur Kinder vornehmer Leute tragen. Als der Bevorzugte von seinen Träumen erzählt, die verheißen, dass er eines Tages ein bedeutender Mann sein und über seine Brüder herrschen wird, schmieden sie einen hinterhältigen Plan. Auf dem Feld wird der arg-lose Träumer überfallen, sie rauben ihm den farbenprächtigen Mantel und verkaufen den Jungen an vorüber ziehende ismaelitische Händler. Jakobs Trauer ist maßlos, als ihm seine Söhne erzählen, dass Joseph gestorben sei.

Die Handelsleute verschleppen Joseph nach Ägypten, um ihn dort als Sklaven an den reichen Kaufmann Potiphar zu verkaufen. Potiphars Frau findet Gefallen an dem jungen Mann und versucht ihn zu verführen. Joseph widersteht ihr, doch Potiphar überrascht die beiden bei dem vermeintlichen Rendezvous. Zur Strafe wird Joseph in den Kerker geworfen. Hier entdeckt er seine wunderbare Gabe zur Traumdeutung: Im Verlies erklärt er einem ebenfalls eingesperrten Bäcker und dem Butler des Pharaos die Bedeutung ihrer Träume.

Auf diese Weise wird der Pharao auf Joseph aufmerksam. Der Herrscher leidet unter unruhigen Nächten wegen eines quälenden Traumes: Sieben fette und sieben magere Kühe entsteigen dem Nil, sieben reife und sieben dürre Kornähren werden vom Wind fortgeweht. In seiner Not bittet der Pharao den jungen Gefangenen um Hilfe. Joseph prophezeit sieben fruchtbare Erntejahre und sieben Jahre Dürre und Hungersnot. Der Traumdeuter rät dem mächtigen Herrscher, Korn-vorräte einzulagern. Aus Dankbarkeit ernennt der Pharao Joseph zum obersten Beamten der Kornverwaltung und macht ihn zu einem reichen und angesehenen Mann.

In Israel stürzt die vorausgesagte Hungersnot auch Jakob und seine Familie ins Elend. Um dem Hungertod zu entkommen wandern sie nach Ägypten um dort Korn zu kaufen. Der Kornverwalter, den sie nicht als ihren Bruder erkennen, schenkt ihnen einen Sack Korn, jedoch nicht ohne sie auf eine harte Probe zu stellen: Im Beutel von Benjamin, seinem jüngsten Bruder, versteckt er einen goldenen Kelch.

Beim Aufbruch in die Heimat hält Joseph sie an, lässt ihre Säcke durchsuchen und entdeckt den goldenen Kelch. Der vermeintliche Diebstahl soll schwer bestraft werden, aber zu Josephs Freude nehmen die Brüder den Jüngsten in Schutz indem jeder die angebliche Schuld auf sich nimmt. Mit dieser Nächstenliebe und so starkem Zusammenhalt hat er nicht gerechnet. Joseph gibt sich zu erkennen und das Wiedersehen mit den Brüdern und dem Vater wird gefeiert – das Glück ist vollkommen.

Director Heidi Thum-Gabler
Gruppe Rolle Schauspieler
Director Wolfgang Gabler
Instrument Spieler
Aufgabe Techniker